Hallo, mein Name ist Ingret
Ich bin 54 Jahre alt, verheiratet, Mutter von 3 Söhnen, ärztlich geprüfte Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt roh-vegan, Wildkräuter-Expertin und Meditationsleiterin. Außerdem bin ich Toningenieurin und Musikpädagogin.
Nach meiner Ansicht kann eine gute Ernährung nur ganzheitlich funktionieren. Besonders wichtige Aspekte sind für mich dabei Achtsamkeit und eine gute Verbindung zur Natur, da sie meinem Körper die Kraft und Energie gibt, die er braucht. Meine besondere Leidenschaft gilt den Wildkräutern, die für mich zu jeder Mahlzeit dazugehören.
Mein persönliches Ziel: Ich möchte mich wohlfühlen in meiner Haut, jeden Tag, so viele Minuten wie möglich. So wichtig mir eine gute Ernährung und Lebensweise ist, so wichtig ist mir die Begeisterung und der Spaß daran. Gute Ernährung bedeutet für mich Genuss pur in jeder Sekunde, Spaß daran, etwas Gutes für meinen Körper zu tun und mit einem wohligen Kribbeln belohnt zu werden.
Aber das war nicht immer so…….
Meine Geschichte
Was bringe ich aus meiner Kindheit mit? Ich war die zweitälteste von fünf Kindern, ein ruhiges, unkompliziertes Kind, habe mich gerne allein beschäftigt und besonders gerne und mit Hingabe musiziert. Die Erwachsenen haben mich immer gelobt, weil ich sehr gut in der Schule war und so toll Flöte und Klavier spielen konnte. Außerdem hatte ich einen gesegneten Appetit und war eine sehr dankbare Esserin.
In der Schule hatte ich Hauswirtschaft und lernte dort auch einiges über Ernährung, was mich sehr interessierte. Ich kam damals nicht auf die Idee, mich beruflich in diese Richtung zu orientierten und studierte Musik an der Musikhochschule Köln. Dann schloss ich direkt noch mein Studium für Ton- und Bildtechnik an der FH Düsseldorf an, da ich auch technisch und mathematisch interessiert war und dort bessere berufliche Perspektiven sah.
Ich habe dann beim WDR eine Festanstellung als Toningenieurin bekommen und interessante und sehr spannende und anspruchsvolle Tätigkeiten bei Konzerten, Produktionen etc. gehabt. Inzwischen hatte ich geheiratet, dann kamen die drei Kinder, und so war mein Leben sehr ausgefüllt.
Und wie ging es mir dabei?
Ich hatte schon aus der Kindheit Darmprobleme wie Verstopfung und starke Blähungen sowie sehr häufige Erkältungen mitgebracht, die sich in dieser Zeit stark verstärkten. Auch fühlte ich mich häufig gestresst in dem Spagat zwischen Beruf und Familie und hätte mich am liebsten nur noch um meine Kinder gekümmert, besonders als sie noch so klein waren. Ich bekam Rückenprobleme und oft Hexenschüsse, hatte zwar angefangen, mich um eine gute Ernährung zu kümmern und auch regelmäßig Sport zu treiben, aber mir wurde klar, dass da noch mehr zu ändern war um wieder zu mehr Wohlbefinden zu kommen.
Dann kam die Wende…
Ich fing mit Yoga an und übte täglich, was mir sehr guttat. Nicht nur meine Rückenprobleme verschwanden, sondern ich bekam insgesamt ein besseres Körpergefühl und dadurch auch wieder ein besseres Selbstwertgefühl.
Dann las ich durch Zufall im Wartezimmer ein Buch über vegane Ernährung und mir dämmerte, dass meine bisherige „gesunde“ Lebensweise mit Vollkorn, viel Obst und etwas Gemüse, wenig Fleisch, wenig Süßigkeiten, aber Milchprodukten in großen Mengen, schon ganz okay, aber durchaus noch verbesserungswürdig ist. Ich fing an zu experimentieren und merkte sehr schnell, dass die Qualität meiner Nahrung erheblich zu meinem Wohlbefinden beiträgt.
Das war der Anfang meiner Leidenschaft: Ich erkannte für mich viele Vorteile, aber auch Nachteile in der veganen Ernährung und probierte viel Neues aus bis ich immer mehr bei der Vitalkost mit überwiegendem Rohkost-Anteil landete. Wie überall gibt es auch sehr viel Literatur und unterschiedliche Ansätze, so dass ich zeitweise täglich rohe tierische Produkte dabei hatte, zeitweise ganz darauf verzichtete. Mal gehörten Nüsse und/oder Getreide zum Alltag, mal nicht, je nachdem wie es mir so ging und was ich gerade gelesen hatte. Sehr früh hatte ich angefangen, Wildkräuter auf den Speiseplan zu bringen und bin bei allen Änderungen bis heute dabei geblieben.
Wildpflanzen gehören immer dazu!
Ich war und bin begeistert von dieser ursprünglichen Ernährungsform, weil sie mir so viel Leichtigkeit, Mut und Kraft gibt. Neben der Arbeit habe ich meist als Bildungsurlaub diverse Fortbildungen zu Yoga, Feldenkrais, Achtsamkeit, Meditation, Qi Gong, Gewaltfreie Kommunikation besucht und Stunden in Alexandertechnik genommen.
So habe ich viele Blockaden in mir lösen können und komme meinem Ziel:
im Einklang mit meinem Körper zu sein, wie auch immer es mir gerade geht, wo auch immer ich gerade bin und was auch immer ich gerade erlebe,
immer näher.
Doch es gab auch starke Krisen in der letzten Zeit. Ich bin sehr diszipliniert, experimentierfreudig und gehe gerne an Grenzen, was eine gefährliche Mischung sein kann. Vor einiger Zeit hatte ich extrem abgenommen und war stark untergewichtig, während mein Bauch prall gefüllt und eher kugelig war. Das sah schlimm aus und mein Umfeld reagierte sehr besorgt darauf. Auch fühlte ich mich sehr alleine, da man arg an meiner Ernährungsform zweifelte und ich niemanden um Rat fragen konnte, der sich mit meiner Ernährung auskannte.
Ich fand aus dieser Krise heraus, als ich anfing, Regeln und Tabus, die ich mir selber gesetzt hatte, zu lockern und
einfach nur auf meinen Körper zu hören.
Eine sehr schwierige Aufgabe für mich….
Und wo stehe ich jetzt?
Schon länger hatte sich in mir das Bedürfnis entwickelt, meine wunderbaren Erfahrungen mit anderen zu teilen, anderen dabei viele Umwege, die ich gegangen bin, zu ersparen. Aus dieser Motivation habe ich meine Ausbildung zur Ernährungsberaterin, Schwerpunkt roh vegan, bei „Deine Ernährung“ absolviert und dort endlich die Hintergründe und das Fachwissen erlangt, das ich schon alleine für mich dringend gebraucht habe. Auch zur Meditationsleiterin habe ich eine Ausbildung absolviert, da für mich eine gute Ernährung und Achtsamkeit zusammengehören. Seitdem habe ich angefangen, andere Menschen in ihrer Situation mit ihren konkreten Wünschen und Problemen zu beraten und große Freude daran. Es ist ein tolles Gefühl, anderen zu helfen und sie an meinem Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen. Auch ich wachse jedes Mal ein Stückchen mit.
Wie geht es mir heute?
Sehr gut und jeden Tag ein Stückchen besser….. Seitdem ich endlich lerne weniger zu essen und achtsam zu kauen ist mein Bauch wieder flach geworden. Ich habe fast keine Blähungen mehr, schon länger mehrmals täglich Stuhlgang und auch keine Erkältungen mehr.
Natürlich habe ich immer wieder Rückfälle und Krisen, aber mir gelingt es immer mehr, positiv damit und vor allem mit mir umzugehen und daran weiter zu wachsen. Das macht einfach Spaß!!!
Und das Beste: Ich empfinde immer mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit. Dankbarkeit meinen Eltern für meine wunderbare Kindheit, Dankbarkeit für meine Familie, unser Haus und den tollen Garten, für den WDR als soliden Arbeitgeber mit so vielen Möglichkeiten, für all die Erfahrungen in meinem Leben, für die Liebe zu mir selber und den Lebewesen, die mich umgeben, und alles das wächst von Tag zu Tag, um so mehr sich mein Körper von allem befreien kann, was ihm schadet.
Genieße den Augenblick